Communitee Protestante - Repères spirituels

 

 

D’autres prédications
et magnifiques textes
se trouvent sur le site
du Pasteur Pedroli

www.pedro.li

 

Dialogpredigt über Gal 2,16-21

Liebe Martine,
du wolltest heute über die Rechtfertigung allein aus Glauben predigen. Mitten in diesem heißen Sommer. Ich könnte den ganzen Tag in meinem Garten unter einem Apfelbaum im Schatten sitzen und über nichts nachdenken. Und du willst, dass ich unter meinem Apfelbaum über die Rechtfertigung des Sünders allein aus Gnade nachdenke. Ich war einverstanden, mir darüber den Kpf zu zerbrechen, weil der Bibeltext, der für heute vorgeschlagen ist, mich auch zwingt, darüber nachzudenken. Wir haben die Gedanken des Apostels Paulus - von wem sonst sollten solche Gedanken sein? – eben gehört. Aber zuvor musst du mir erklären, warum du heute unbedingt über so ein kompliziertes Paulus-Ding, das Gesetz und den Glauben und den Gegensatz zwischen diesen beiden predigen willst – mitten in diesem heißen Sommer.
Cher Jürgen, tu prends du bon temps sous ton pommier dans ton jardin, alors qu’en tant que pasteur, ton devoir ne serait-il pas de visiter tes paroissiens et paroissiennes, d’écrire les articles pour la HUKI, et d’organiser déjà le culte de Pâques 2019 ? Et moi, tout au long de mes fréquents voyages entre la Suisse et Berlin, j’ai le temps de réfléchir et d’écouter les nouvelles à la radio. Et qu’est-ce que j’entends ? La misère de tous les migrants et migrantes qui se noient aux portes de l’Europe ou qui sont expulsés. Et qu’est-ce que je fais pour changer la situation ? Rien.
Entre ce que je devrais faire et ce que je fais, il y a comme un fossé. Quand je suis confrontée aux réalités de la vie quotidienne, je suis dans l’incapacité d’obéir correctement à la loi qui me commande d’aimer mon prochain comme moi-même et d’aimer Dieu de tout mon cœur, de toute mon âme, de tout mon Esprit et de toute ma force.
Si le Christ vit en moi, comme l’écrit l’apôtre Paul, Jürgen, ne devrais-je pas faire tout le temps tout juste ?

 

Du brauchst mir gar kein schlechtes Gewissen zu machen, liebe Martine, das habe ich schon von ganz allein. Du brauchst mir nicht zu sagen, dass ich als Pfarrer nicht unter meinem Apfelbaum sitzen sollte, sondern mich um die Gemeinde und die Predigt kümmern muss; „muss nur noch kurz die Welt retten … noch 148 Mails checken“, singt Tim Bendzko. Er singt mir aus dem Herzen.
Da ist immer ein schlechtes Gewissen. Da sind immer die Rufe zur Pflicht, die Gesetze des Berufes, die Gesetze der Verantwortung, die Gesetze des Glaubens. Meinen Nächsten lieben von ganzem Herzen… das ist harte Arbeit! Da wäre noch einiges mehr zu tun!
Von diesem inneren Druck, immer noch mehr machen zu müssen, von diesem schlechten Gewissen, nie genug getan zu haben, sollte mich ja eigentlich der Glaube befreien. Die Botschaft der Rechtfertigung: Ich bin Gott nicht erst dann recht, wenn ich genug getan habe – also eigentlich nie, denn es ist nie genug – sondern ich bin ihm recht, weil ich an Christus glaube. Und wenn Christus in mir lebt, wie Paulus sagt, dann bin ich frei von allem Druck.
Aber ist das tatsächlich so? Müsste ich dann nicht erst recht zeigen, dass ich ein guter Christ bin? Wie kann Christus in mir leben, wenn ich unterm Apfelbaum döse? Das Schlimmste ist ja, wenn der Glaube wieder zum Gesetz wird. Wenn ich mir sage: Ich glaube und das muss ich zeigen! Christus lebt in mir, das muss man sehen! Die Theologen predigen gern, man müssen den Glauben bezeugen und meinen am Ende doch wieder nur das eine: Als Christen müsst ihr die Welt retten. Aber vorher müsst ihr euch noch ehrenamtlich um die Gemeinde kümmern und 148 Mails checken.
Liebe Martine, sag mir bitte etwas, das mir hilft, unter meinem Apfelbaum zu sitzen – ohne schlechtes Gewissen. Ein Evangelium!
Je te propose de re-tourner au texte encore une fois. Même si, cher Jürgen, j’ai mauvaise conscience maintenant de t’obliger à te concentrer sur des mots alors que tu jouis de la vie sous ton pommier. Et pour vous aussi, qui nous écoutez, et qui vous laissiez bercer par la douce chaleur de l’été berlinois, j’ai mauvaise conscience de vous obliger à réfléchir !
Vous reconnaîtrez avec moi que ces mots ne sont pas n’importe lesquels, et que vous êtes quand même venu-e-s à l’église pour une rencontre avec l’Esprit Saint qui se révèle dans les textes bibliques !


Alors qu’est-ce que l’apôtre veut nous enseigner ? C’est tout simplement le pardon définitif de Dieu. Comment ? Tu me diras si tu es d’accord Jürgen.
Ja, ja, je suis d’accord. Ohne Zweifel sagt uns Paulus immer wieder, dass Gott vergibt. Aber das war auch schon in Israel bekannt.
Paul écrit : même si une personne fait tout ce qui est en son pouvoir pour obéir à la loi, cela ne suffira pas pour qu’elle soit justifiée, ou considérée comme juste ou sauvée. Et à quel moment avons-nous cette volonté d’obéir à la loi, comme l’alpiniste qui transpire et souffre pour arriver au sommet ? Il y a un verbe qui exprime tout de cette obéissance à la loi, c’est le verbe ?
Je dois, tu dois, il doit, nous devons, vous devez, ils doivent faire. Müssen ; wir müssen machen. On doit faire, et on fera toujours imparfaitement, ou pas du tout, ou même le contraire de ce qu’on devrait faire.
Qui parmi nous est comme le Christ qui lui, a accompli les œuvres de la loi intégralement ?
La seule manière d’être sauvé-e, si nous souhaitons être sauvé-e-s, c’est de croire en Jésus. Croire en Jésus et mourir à l’orgueilleux désir d’être parfait à nos yeux et aux yeux des autres ; écouter Jésus, le laisser venir habiter en nous, lui ouvrir grand la porte du coeur. Et lâcher prise.
Alors Jürgen, tu vas me dire : mais je crois en Jésus de tout mon cœur, il vit en moi et pourtant je décide de rester sous mon pommier avec délice. Je te réponds : reste sous ton pommier avec délice. Qui sait si le Seigneur qui t’aime infiniment, n’est pas d’accord avec toi ? Si tu te juges ou si je te juge, toi et moi, nous reconstruisons le système de la justification par les œuvres de la loi, qui a été éliminé par la liberté que donne la foi en Christ.
L’apôtre Paul pose une question incroyable au verset 17 : si le Christ vit en moi et que je fais quelque chose de mal à mes yeux ou aux yeux des autres, est-ce que cela veut dire que Jésus devient une personne pècheresse comme moi ? Mais non, Jésus ne peut pas devenir pécheur ; lui, qui demeure en nous, ne change pas d’un iota, il ne peut qu’aimer et pardonner quoiqu’il arrive. Il est là en nous, ferme et stable. Il bataille avec nous, pour nous. C’est cela la justification par la foi en Jésus, car Dieu nous accepte, comme il nous créé-e-s. C’est ce que Paul appelle la grâce de Dieu.
Peut-être que si l’idée du péché commence à nous chatouiller la conscience, c’est que, au fond de nous-mêmes, nous nous sommes éloigné-e-s de Jésus et recherchons sa présence. Il n’est pas exclu que l’Esprit Saint nous envoie un mouvement de repentance afin que nous puissions nous « reconnecter» à Jésus et retrouver la sagesse. Qu’en penses-tu ?

Vielen Dank für deine Antwort. Ich soll also ganz beruhigt unter meinem Apfelbaum bleiben. Und du meinst, der Heiland verurteile mich deswegen nicht. Ehrlich gesagt, ich glaube auch, dass er das nicht tut. Das Problem ist ja, dass ich selbst es bin, der sich immerzu selbst kritisch beobachtet und verurteilt: „So geht das nicht, du kannst doch nicht hier rumliegen! Du musst doch was tun!“ Das sagt nicht Jesus zu mir, das sage ich mir selbst. Du hast recht, es ist dieses Wort „müssen“, das alles, was danach kommt, zum Gesetz macht. Deshalb Sagen die Pfarrer und Pfarrerinnen auf der Kanzel auch nie: „Ihr müsst jetzt die Welt retten!“, sie sagen statt dessen: „Ihr dürft die Welt retten!“ oder „Gott hat euch dazu befreit, in Dankbarkeit die Welt retten zu dürfen, oder so.“ Da fragt sich doch jeder normale Mensch, ob die noch alle Tassen im Schrank haben.
Also gut: Müssen muss ich gar nichts. Auch nicht die Welt retten. Wäre ohnehin ne Nummer zu groß für mich. Und trotzdem bin ich heute Morgen nach dem Frühstück unterm Apfelbaum aufgestanden und hierher gekommen. Und es hat sich gelohnt! Du hat mich beruhigt. Du sagst, es ist in Ordnung, wenn ich unter meinem Apfelbaum sitze, anstatt die Welt zu retten. Für Jesus ist es in Ordnung, für Gott ist es in Ordnung. Das sage ich mir ja auch hin und wieder. Aber wenn du es mir auch sagst, kann ich es noch eher glauben. Was andere einem sagen, glaubt man besser, als das, was man sich selbst einredet. Mal sehen, wie lang diese Beruhigung anhält.
Das Gesetz des Müssens, liebe Gemeinde, ist eine Krankheit des schlechten Gewissens. Man kann von dieser Krankheit leider nicht dauerhaft geheilt werden. Steckt der Virus einmal in einem drin, brechen die Symptome immer wieder aus. Aber es gibt ein Medikament, das die Symptome eindämmt, nur muss man dieses Medikament immer wieder einnehmen, am besten jeden Sonntag. Die Medizin heißt Jesus Christus. Wenn der in mir ist, geht’s mit dem schlechten Gewissen. Dann krieg ich meine Ruhe unterm Apfelbaum.
Jetzt habe ich eine frische Dosis, werden nach dem repas nach Hause gehen und mich unter den Apfelbaum legen und dösen und heute Abend mit Freunden vielleicht ins Kino gehen. Und morgen werde ich mir Gedanken machen über meinen Kollegen Tilman Hachfeld, den wir am Freitag zu Grabe tragen. Ich höre jetzt schon Jesus in mir, wie er sagt: „Lass die Toten ihre Toten begraben. Du aber folge mir nach!“ (Mt 8,22) Und ich sag zu ihm: „Mach mir kein schlechtes Gewissen! Das kann ich nicht bringen. Ich muss da am Freitag hin und will es auch.“ Und er: „Dann tu, was du nicht lassen kannst. Und danach kommst du wieder in den Garten unter den Baum und wir sprechen ein wenig über den Himmel und die Ewigkeit.“ Und da blicke ich auf und siehe: Der Apfelbaum ist gar kein Apfelbaum. Es ist ein Feigenbaum.
Und Jesus sah einen Feigenbaum am Weg, ging auf ihn zu und fand an ihm nichts als Blätter. Und er sagt zu ihm: Nie mehr soll Frucht aus dir hervorgehen in Ewigkeit; und der Feigenbaum verdorrte auf der Stelle. Als die Jünger das sahen, staunten sie und sagten: Wie konnte der Feigenbaum so plötzlich verdorren? Jesus antwortete ihnen: Amen, ich sage euch, wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht nur tun, was ich mit dem Feigenbaum getan habe, sondern ihr könnt sogar zu diesem Berg sagen: Hebe dich hinweg und wirf dich ins Meer, und es wird geschehen. Und alles, worum ihr bittet im Gebet, werdet ihr empfangen, wenn ihr glaubt. Mt 21,19-22
Martine, wenn du nichts mehr hinzuzufügen hast, glaube ich, sollten wir Amen sagen und beten.
Lieber Jürgen, nous ne devrions pas, mais pouvons seulement dire amen et prier.
Amen!

 


 

Prédication du  05 08 18, Am 7, 10-15, Mc 6, 1-6 et 2 Co 12, 6-11

 

Avez-vous trouvé en vous des faiblesses ? Celles que, comme l’apôtre Paul, vous avez demandé plusieurs fois à Dieu de guérir?

Les textes bibliques de ce matin nous enseignent que les faiblesses d’Amos le prophète, de Jésus, le Messie et de Paul, le missionnaire, ont permis à la gloire de Dieu de s’accomplir.

Tous les trois ont été envoyés et choisis par Dieu malgré leurs faiblesses pour annoncer la parole de Dieu.

Amos, le plus ancien des prophètes dont il est parlé dans la Bible, a vécu au 8ème siècle avant Jésus Christ au temps du début de l’expansion des empires assyriens et babyloniens : une grande partie du Moyen-Orient a été assujettie à leur puissance,  jusqu’en Egypte et en Grèce. L’empire perse, avec les rois Darius et Cyrus que nous connaissons bien, l’empire d’Alexandre le Grand et l’empire romain avaleront plus tard encore plus de territoires.

Comment voulez-vous que de tout petits royaumes tels qu’Israël et Juda se défendent contre de si puissants ennemis? Tous les prophètes officiels tentent de rassurer la population et les endorment avec de belles paroles, telles que : vous êtes en sécurité, votre roi a la situation en main, le Seigneur est avec vous. Il est vrai que le roi Jéroboam ll d’Israël venait d’avoir quelques succès guerriers sur les pays voisins : ses victoires faciles le rendaient optimiste. Ces prophètes n’ont pas été en mesure de transmettre les paroles de Dieu, ils ont parlé seulement en leur nom. Personne n’aime entendre les mauvaises nouvelles. Vous avez remarqué comme les journalistes s’y prennent avec nous à la TV? Juste après nous avoir annoncé par exemple,  les 75 personnes, ou 82, y compris les enfants brûlés, dans un incendie d’origine criminel en Grèce, ils nous parlent de tennis ou de foot avec de belles images.

Amos était un bouvier et un cultivateur de sycomores. Il ne pouvait espérer aucun soutien des personnes qui possédaient un pouvoir. Et voilà que le Seigneur lui a demandé d’aller proclamer que le roi va être tué et qu’une grande partie de la population sera déportée. Vous imaginez la situation ?

Pauvre Amos, seul contre tout le monde. Ses chers collègues essaient de l’éloigner en lui conseillant de fuir dans le royaume de Juda et d’y prophétiser pour gagner son pain.

Qui sont les prophètes d’aujourd’hui ? Les chercheuses et chercheurs scientifiques ? Qu’en pensez-vous ? Peut-être, mais avec tous leurs propos contradictoires, il est bien difficile de démêler le vrai du faux, comme à l’époque d’Amos. Laquelle  parmi eux est comme Amos, la vraie personne envoyée par Dieu ?

La pauvreté et l’insignifiance d’Amos était sa faiblesse, qui l’a rendu humble et ouvert. Cette fragilité a laissé de la place au Seigneur pour qu’il se manifeste.

Si Israël avait écouté Amos et plus tard Jérémie, il y aurait eu davantage de négociations,  probablement moins de morts, une déportation réduite et moins cruelle. Que disait le prophète Jérémie ? Ne pas se défendre, ni fuir, à ce moment-là de l’histoire. Car à d’autres époques, le Seigneur a envoyé son peuple à la guerre, par exemple au temps de David.

Qu’elle était la faiblesse de Jésus ? Celle d’être un être humain. Etre un simple être humain, surtout s’il est Fils de Dieu n’est pas confortable. Aux yeux de ses contemporains, il n’avait pas reçu la très bonne formation, très pointue de la plupart des pharisiens, scribes ou sadducéens. Il vivait comme tout le monde, ni pauvre, ni riche,  avec une maman et une famille, et les voisins l’avaient vu grandir. La puissance qu’il avait en lui venait entièrement de Dieu. Il était habité par Dieu, et celles et ceux qu’il a guéris ont perçu cette présence de Dieu cachée en lui.

Croire en Jésus est l’affaire de l’Esprit Saint, bien au-delà des apparences !

Comme pour Amos, Dieu s’est révélé dans cette fragilité de Jésus. Dieu a transformé sa mort misérable sur la croix en gloire suprême lors de son Ascension à sa droite.

Paul avait tout pour lui ; il était riche, extrêmement intelligent et cultivé, il a eu les meilleurs maîtres de son époque. Il avait une endurance et une énergie hors du commun. Il a survécu aux pires des persécutions : je sais bien que les gens à l’époque étaient plus solides que nous, mais quand même !

Première faiblesse : il a persécuté des chrétiennes et chrétiens. Deuxième faiblesse, il avait probablement un caractère assez difficile et entier ; il s’est disputé en effet avec beaucoup de monde, y compris avec l’apôtre Pierre et son ami Barnabas Ac 15, 39.  

Troisième faiblesse : était-il un bon orateur ? Il se qualifie comme étant le plus insignifiant, le plus petit des apôtres ; il dit de lui-même qu’il n’était pas aussi doué que d’autres, voir dans 2 Co 11, 6 Nul pour l'éloquence, soit ! pour la science, c'est autre chose. Il y avait sûrement un peu de vrai dans cette autocritique. Souvenez-vous de ce passage  dans les Actes, 20, 9 : Or un jeune homme Eutychus, qui était assis sur la fenêtre, s’endormit profondément pendant le long discours de Paul !

Et la quatrième faiblesse, la plus étrange, car personne jusqu’à présent n’a réussi à percer ce mystère, c’est ce qu’il appelle une épine dans sa sa chair. Etait-ce une maladie de la peau ? Il écrit aux Galates, 4 : 13 Vous le savez bien, ce fut à l'occasion d'une maladie que je vous ai, pour la première fois, annoncé la bonne nouvelle; 14 et, si éprouvant pour vous que fût mon corps, vous n'avez montré ni dédain, ni dégoût.  

Il demande la guérison à Dieu qui la lui refuse. Et pourtant Paul a vu le Seigneur sur le chemin de Damas,  et il a été transporté de son vivant auprès de Dieu, au troisième ciel : 2 Co 12, 4 cet homme fut enlevé jusqu'au paradis et entendit des paroles inexprimables qu'il n'est pas permis à l'être humain de redire.

L’enseignement est très clair, et pourtant nous l’oublions à chaque fois : pour que Dieu puisse agir avec puissance pour établir son royaume dans le monde, il a besoin autant des qualités qu’il nous a données que de nos fragilités.

Qu’est-ce que cela signifie concrètement pour nous ? Ce que nous considérons comme des défauts chez nous ou chez les autres, des faiblesses, peuvent être aussi le terreau de la gloire de Dieu. Quel paradoxe. Personne n’aime avoir des moments de faiblesse, être sans défense, amoindri, dépendant, méprisé, humilié à cause d’un orgueil démesuré. C’est pourtant là-dedans justement, que Dieu peut tout transformer et transfigurer dans sa justice.

Savoir accepter l’épine dans notre chair, qui rend douloureusement humble, car si Dieu ne veut pas la retirer  c’est qu’elle est là pour contribuer à révéler sa gloire.

Amen

 


 

Matthieu chap.21, versets 28 à 32 Parabole des deux fils

 

 

Entrée

Ce texte de Matthieu se compose de trois parties ; plus précisément de trois cercles concentriques.

- 1er cercle au centre du texte: la parabole des deux fils : lun qui dit non, lautre qui dit oui.
- 2e cercle autour de ce centre : l'utilisation que fait Jésus de cette parabole, dans une âpre controverse avec les chefs de sa communauté religieuse.

- Mais il y a un 3e cercle à l’extérieur.

Car cet ensemble est complété par une preuve supplémentaire apportée au jugement que prononce Jésus sur ces chefs: l'attitude adoptée par les uns et les autres face au message de repentance de Jean-Baptiste.

Pour chaque parabole, il est important de la lire attentivement pour elle-même, avant de voir l'utilisation qu'en fait Jésus face à ses auditeurs. Une parabole à son histoire propre, ses régles bien à elle. Cest le premier cercle au centre, le coeur...
Ce bref récit présenté ici par la parabole n'a rien de religieux. Il faut donc en accepter les régles si on ne veut pas trahir l'histoire par une fausse interprétation gentiment pieuse ou religieuse.

Ici, ce sont les relations d'autorité père-fils qui sont le moteur.

 

La demande du père vigneron

La demande du père est simple et identique: "mon fils, va travailler aujourd'hui dans la vigne ». Une situation classique: celle du patron, du chef de famille qui répartit le travail chaque matin en fonction du temps et de la saison. Les deux fils reçoivent la même demande; ils sont à égalité.

Mais voilà tout l'intérêt de la parabole:
le premier dit non: "je ne veux pas".
Quelles sont les raisons de son refus ? Et surtout quelle est la réaction du père devant cette désobéissance caractérisée? L'histoire n'en dit rien. Pour le conteur, c'est sans intérêt.
Alors passons!
Et ce qui se passe est étonnant: puisque plus tard, le premier fils change d’idée, regrette son refus, et finit par se rendre à la vigne pour y travailler, comme son père le lui a demandé.

Le deuxième fils dit oui: Oui, oui, père. j'y vais!
Mais il n'y va pas.
Là aussi, aucun commentaire à ajouter, de « pourquoi » à chercher. Le conteur juge ces

questions inutiles, dérisoires pour le but qu'il se donne.
Alors passons!

Donc deux fils: l'un dit non, mais finit par faire ce que lui demande son père. L'autre dit oui, mais il nen fera rien.
Contrairement à beaucoup de paraboles, on ne voit pas très bien où veut en venir le conteur. Perplexité...

Et cest là que les deux autres cercles concentriques tels que Luc a jugé bon de les placer vont nous livrer la pointe du récit.

 

Deuxième cercle

Avant, puis après son bref récit, Jésus sadresse à son auditoire. "Que pensez-vous de ceci?" dit Jésus en ouverture. Et aussitôt le récit terminé, la question: "Lequel des deux fils a fait ce que voulait son père?"

Réponse facile, simple, enfantine: le premier, évidemment.

Méfions-nous des questions trop faciles de Jésus. Car ici, la réponse, ou plutôt le sens de la parabole est dans la question de Jésus: "Lequel des deux a fait ce que voulait son père? ». Faire la volonté du père. Voilà la clé du récit.
Le premier fils commence par refuser tout net d'obéir. Il est insoumis. Ce n'est pas une attitude morale à conseiller, évidemment. Il ose dire non à son père !

N'empêche que ce premier fils, réflexion intérieure faite, change d’idée… et finit par se rendre à la vigne du père pour y travailler. Il finit par faire la volonté du père. La chose essentielle qui semble compter pour Jésus.
Le deuxième fils, qui ssemble obéir, qui commence par accepter la volonté du père… finit par ne pas la faire. Tout est là.

A ce point de notre lecture, il est utile regarder attentivement la situation dans laquelle se trouve Jésus.

Nous sommes une fois de plus les spectateurs dune controverse qui loppose aux chefs des prêtres et aux anciens du peuple juif. Autrement dit, la crème des autorités religieuses de l'époque.

Controverse terrible, puisqu'elle va conduire Jésus à la mort scandaleuse sur une croix.

D'ailleurs Jésus vient de mettre le feu aux poudres en attaquant de front le commerce du temple derusalem, dès son entrée dans la capitale. C'est l'épisode des vendeurs chassés du temple.

Et le récit de cette parabole est précédé de la première partie de cette controverse impitoyable: "de quel droit fais-tu ces choses?"

La parabole va donc permettre à Jésus de prononcer un jugement sans concession sur l'attitude et la responsabilité de ces hommes d'autorité: eux qui se croient déjà aux meilleures places dans le Royaume du Père, en fait - d'après Jésus - ils entreront après ceux-là mêmes qu'ils ont exclus de l'accès à ce Royaume: les collecteurs d'impôts et les prostituées. Et tant d'autres devant eux.

 

 

Troisième cercle

Nous pouvons arriver à la fin de notre récit avec cette pièce supplémentaire à jeter au dossier: face au message de Jean-Baptiste, à son appel à la repentance, les chefs religieux, qui semblaient bien avoir dit oui à Dieu, refusent ce message.

Alors que les exclus de la religion, en particulier les collecteurs d'impôts et les prostituées, pécheurs de haut rang - ils en étaient eux-mêmes convaincus - ces exclus qui semblaient avoir dit non à Dieu, entendent le message de Jean-Baptiste et acceptent de changer de vie.

Et voyant cela, plutôt que de se réjouir, ces hommes aux hautes responsabilités persévèrent. Ils ne changent pas leur coeur, leur volonté. Ils disent oui à Dieu - leur fonction religieuse en témoigne - mais ils n'accomplissent pas la volonté du Père.

Ce qui va suivre immédiatement cette parabole des deux fils "lun qui dit non, lautre qui dit oui" va accentuer, dans la bouche de Jésus, le drame qui se joue à Jérusalem: c'est la parabole des méchants vignerons - où les vignerons finissent par tuer le fils héritier - et celle du repas de noces, ce repas auquel les premiers invités refuseront de participer sous mille prétextes.

 

 

Conclusion
Pour le Christ, ce qui est fondamental, c'est de faire la volonté du Père.
Et le premier fils qui dit non? Est-ce que la parabole sous-entendrait que nous pouvons oser dire non à Dieu, en tous cas que nous sommes libres de notre décision ? Peut-être... Mais ce qui est sûr, c'est que notre vrai désir, si nous aimons
notre Père, c'est bien d'accomplir sa volonté. Dire oui, et ne pas tirer les conséquences de ce oui, c'est la pire des choses qui puissent nous arriver. Puisqu'il est tout autant possible de dire non. Puis, réflexion faite, de regretter notre refus et d'accomplir cette volonté
.

Le plus grand désir que nous pouvons avoir comme croyant, c'est d'accomplir la volonté du Père, de nous y soumettre, sachant qu'elle est parfaitement bonne pour nous. Et notre plus forte prière, ne devrait-elle pas être de connaître sans cesse cette volonté et d'avoir surtout la force de l'accomplir?

Quant aux chefs religieux que nous voyons ici se confronter à l'autorité de Jésus, nous ne pouvons qu'assister impuissants à cette scéne tragique, sachant qu'elle va aboutir à la mise à mort du seul Juste.

C'est tout-de-même une interrogation terrible de constater que Jésus ne rencontre une opposition mortelle de la part des autorités civiles, politiques ou militaires. Mais bien l'opposition intraitable des autorités religieuses, celles de son propre peuple, de sa propre communauté de foi, de sa propre Eglise.

 

Echange

La volonté du Père: est-il vraiment difficile de la connaître? A priori non! Il suffit de lire les textes bibliques. Par exemple la parabole du blessé sauvé (dite « du bon Samaritain »). Mais cest une fois dans la vigne, au travail sur le terrain, que nous rencontrons les plus grandes difficultés. Et que nous sommes plus souvent, trop souvent le « fils qui dit oui!mais ensuite qui ne fait pas »!

A suivre…

 

Pasteur Georges Kobi, Berlin, juillet 2018